Fünf Totgeburten durch Hundekot


Durch den heimtückischen Parasit Neospora canium  kamen bei einem Absamer Grauviehzüchter fünf Kälber tot zur Welt.
Ursprünglich tappte der Landwirt bezüglich einer Ursache für diesen schweren wirtschaftlichen wie züchterischen Schaden im Dunkeln. Die Untersuchung der jüngsten Totgeburt brachte dann die Diagnose: Der Parasit Neospora caninum hat die Verwerfensfälle  ausgelöst.
Der Hund spielt eine Schlüsselrolle bei der Übertragung dieses Parasiten auf Rinder. Infizierte Hunde zeigen meist  keine –Symptome. Beim Rind  kann es zur Totgeburt kommen. Nicht alle infizierten Kühe erleiden bei jeder Trächtigkeit einen Abort. Allerdings bleiben einmal angesteckte Kühe ein Leben lang infiziert.
Derzeit gibt es keine wirksame Behandlung  der Neoporose.  Ansteckungsgefahr besteht bei Hundekot im Grundfutter ( vor allem bei frisch gemähtem Grünfutter), wie verunreinigtem Tränkewasser.
Der Kot der Hunde darf nicht in die Futterkette von  Rindern gelangen!
Gefordert sind hier die Hundehalter!  Landwirtschaftliche Flächen sind keine Spielwiesen für Hunde. Der Gesetzgeber hat dies klar definiert. So müssen Hundehalter dafür sorgen, dass dieser das Leben und die Gesundheit  von Menschen oder Tieren nicht gefährdet.  Die Verunreinigung von Feldgut kann mit empfindlichen Geldstrafen geahndet werden. Jedoch scheitert dies oft an der Vollstreckung.

Hundekot

Im Sinne eines guten Miteinander, der allgemeinen Hygiene  und der Lebensmittelsicherheit, ist es wichtig, dass Hundehalter in der Nähe von landwirtschaftlichen Flächen ihren Vierbeiner nicht frei herumlaufen zu lassen und den Kot auch am Wegesrand einzusammeln.WL.

Rinderzucht GRAUVIEH AUSTRIA 20.10.2017

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